„Diät“ - Lebensmittel bevölkern schon seit Jahren die Regale der Supermärkte und lassen den Verbraucher mit Beinamen wie light, extra leicht, zero, lineé, légère oder mit Wellnessversprechungen wie active, balance, extrafit, fitness, vital oder bio in dem Glauben seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun. Doch was bedeutet eigentlich „light“? Der Begriff "light" heißt übersetzt "leicht" und kann neben fettarm beziehungsweise fettreduziert aber auch leicht bekömmlich, leicht verdaulich oder luftig und locker ausdrücken. Übertragen auf die Lebensmittelindustrie bedeutet light, fettreiche Lebensmittel oftmals im Austausch mit beträchtlichen Zuckermengen als fettreduziert anzubieten oder zuckerreiche Lebensmittel mit Zuckeraustauschstoffen anzupreisen. Was zum einen gut klingt, birgt auch Nachteile. Einerseits kann ein zu hoher Konsum an gesüßten Lebensmitteln die geschmacklichen Vorlieben und demzufolge das Verlangen nach Süßem verändern, unabhängig davon ob reiner Zucker oder Süßstoffe zum Einsatz kommen. Andererseits besitzen Fette sättigende Effekte, folglich ist bei „light“ Varianten ein Mehrverzehr vorprogrammiert. Sogar in einer Tierstudie konnten kanadische Wissenschaftler den Mehrverzehr an Kalorien durch „light“ Produkte belegen und damit eine Mitschuld an der zunehmenden Problematik des Übergewichts durch „Diät“ - Lebensmittel aufzeigen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass von "light“ Produkten generell abzuraten ist. Für übermäßige Kaffeetrinker kann Süßstoff eine durchaus sinnvolle Alternative zum Zucker oder zuckerfreie Kaugummis in puncto Karies sein. Jedoch sind kalorienarme „light“ Produkte keine Garantie fürs Schlankbleiben oder ein Konzept zum Abnehmen.
Redaktion: Anja Baustian