2008/12/10 - Cholesterin – gefährlich nur in verarbeiteten Lebensmitteln

In den letzten Jahren zeigte sich zunehmend, dass nicht nur natürliche Inhaltsstoffe in Lebensmitteln krank machen, sondern durch technologische Prozesse veränderte Substanzen. Solche riskanten Bestandteile finden sich in höheren Mengen in Fertiggerichten aus Sprühfetten sowie Ei- und Milchpulver; in geringeren Mengen auch in Mayonnaise, Nudeln, Eiscreme, Fertigsaucen, Pudding und Gebäck. Industriell gefertigte, so genannte Frischei-Produkte, werden heutzutage vorwiegend mit Eipulver hergestellt. Vollmilchschokolade und Speiseeis werden durch den Einsatz von Milchpulver erzeugt und in Soßen und Fertigsuppen findet sich neben diesen Bestandteilen auch Sprühfett. Diese Produktgruppen werden durch das so  genannte Sprühverfahren hergestellt. Jedoch verursacht das Versprühen von Fett, Milch oder Ei eine sehr starke Vergrößerung der Oberfläche. Es kommt zu einem intensiven Kontakt mit heißer Luft und zur Oxidation instabiler Inhaltsstoffe. Wird ein Stoff oxidiert, verändert er seine ursprünglichen physikalischen und chemischen Eigenschaften. Man denke an Eisen das rostet. Rost ist nicht mehr metallisch glänzend, sondern bröckelig braun und verliert einen großen Teil der Leitfähigkeit für Wärme und elektrischen Strom. Auch Cholesterin wird während der Lebensmittelverarbeitung oxidiert. Der Anteil an oxidiertem Cholesterin in Sprühprodukten ist in Folge dessen häufig 150 bis 200fach so hoch wie in den natürlichen Ausgangsstoffen. Es wird auf diese Weise so verändert, dass es der Gesundheit schaden kann. Es dringt sehr einfach in Zellwände ein und fördert die Ablagerung von Calcium in den Arterien. Dies kann den Blutfluss behindern und die Gefahr einer Verkalkung der Gefäßwände hervorrufen. Zudem aktiviert es als „Fremdkörper“ das Immunsystem, welches Abwehrstoffe produziert. Im Blut kann so die Bildung von Blutgerinnseln gefördert und damit einen Schlaganfall oder Herzinfarkt provoziert werden. Daher empfiehlt es sich, Nahrungsmittel möglichst frisch aus ihren Grundprodukten selbst herzustellen. Industrielle Fertigprodukte bergen die Gefahr einer erheblichen Zufuhr des für die Entwicklung der Arterienverkalkung so bedeutsamen oxidierten Cholesterins.

Redaktion: Irina Baumbach  

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