2007/07/04 - Beerenstark

Ob Himbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren oder Heidelbeeren – diese Früchte sind ein beliebter Sommersnack und liefern wertvolle Mineralien, Vitamine sowie sekundären Pflanzenstoffe. Vor allem Anthocyane, die die typisch blaue, rote und violette Färbung der Beeren bewirken, besitzen eine hohe antioxidative Kapazität. Entscheidend ist hierbei die Vielfalt verschiedener Beerensorten. Denn während Johannisbeeren besonders viele rote Anthocyane aufweisen, die unter anderem antimikrobiell und entzündungshemmend wirken, liefern beispielsweise Brombeeren und Heidelbeeren vor allem Catechine, die ihrerseits Harnwegsinfektionen vorbeugen können und die Abwehrkräfte stimulieren. Aus den Blättern von Brombeeren hergestellter Tee wird unter anderem zur Blutreinigung und zur Behandlung von Zahnfleischentzündungen eingesetzt. Des Weiteren liefern Heidelbeeren nennenswerte Mengen an den Vitaminen B5 und Betakarotin sowie Magnesium und werden zur Fiebersenkung empfohlen. Himbeeren enthalten zudem den Wirkstoff Ellagsäure, der in wissenschaftliche Untersuchungen eine tumorpräventive Wirkung entfaltete. Die Menge der Flavonoide, Anthocyane und Catechine, die in Beeren stecken, kann deutlich höher liegen als die in diesen Früchten enthaltenen Vitamine C oder E, die ebenfalls oxidativem Stress vorbeugen können. Für therapeutische Zwecke wären zwar große Verzehrsmengen erforderlich, die mit der täglichen Ernährung kaum zugeführt werden können, trotz dessen kommt den frischen Beeren ein enormes präventives Potenzial zu. Sie sollten möglichst schonend zubereitet werden und vorwiegend in der kalten Küche eingesetzt werden, um die empfindlichen Inhaltsstoffe weitestgehend zu erhalten.

Redaktion: Irina Baumbach  

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