Wer kennt das nicht: morgens muss es möglichst schnell gehen, es muss lecker sein und es muss satt machen: das Frühstück. Ein alt bekanntes Sprichwort heißt: Iss morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann. Frühstück heißt in Deutschland daher oft Müsli mit Milch beziehungsweise Joghurt oder ein Brötchen mit Nutella oder Marmelade. Wen wundert es da, dass um 11 Uhr schon wieder der Magen knurrt? Die Erklärung ist einfach. Müsli, insbesondere zuckerreiche Fertigmüsli oder Cornflakes, und Brötchen enthalten schnell verwertbare Kohlenhydrate. Diese schießen rasant ins Blut und lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen. Ein hoher Blutzuckerspiegel heißt aber auch immer, dass eine Menge Insulin benötigt wird, um den Zucker wieder aus dem Blut zu entfernen. Dies beansprucht bei schnell verwertbaren Kohlenhydraten nicht viel Zeit, zu wenig Zeit, um bis 13 Uhr zum Mittag essen ohne knurrenden Magen auszukommen. Wer dieses Dilemma kennt, hat nun 2 Möglichkeiten: Zum einen kann man zwischendurch zu einem Imbiss greifen. Dieses Verhalten kann langfristig zum so genannten Snacking führen – also mehrere Zwischenmahlzeiten über den Tag mit einer insgesamt hohen Kalorienzufuhr – problematisch vor allem für Schreibtischtäter, die sich insgesamt wenig bewegen. Die zweite Möglichkeit bietet hingegen eine andere Art von Frühstück, wie beispielsweise Rührei mit Speck und Schinken. Denn hier ist statt schnell verdaulichen Kohlenhydraten sättigendes Eiweiß- und Fett enthalten. Diese locken kein Insulin und machen länger satt.
Dipl.troph. Irina Baumbach