2008/07/16 - Glutamat: der Fettverstärker!

Jeder kennt das Phänomen, einmal eine Tüte Chips angefangen und niemand kann einen mehr stoppen. Schuld an diesem Verhalten ist der Zusatzstoff Glutamat oder auch E 620-625. Dieser imitiert einen würzigen Geschmack und regt gleichzeitig den Appetit an. Neben Suppen und Soßen findet der Geschmacksverstärker auch Verwendung in Fleisch- und Knabbererzeugnissen. Seit längerem ist bekannt, dass Glutamat zu veränderten Geschmacksvorlieben und somit Essverhalten führt. Des Weiteren führt der Zusatzstoff zu pseudoallergischen Reaktionen sowie Taubheitsgefühlen in Nacken, Rücken und Armen sowie Herzklopfen, Kopfschmerzen und allgemeinem Schwächegefühl (China-Restaurant-Syndrom). Studien zeigten außerdem, dass Glutamat die Appetitregulation des Sättigungszentrums im Gehirn beeinflusst und somit  der Entstehung von Übergewicht Vorschub leistet. Einen zweiten Zusammenhang offenbarten Forscher zwischen aufgenommener Glutamatmenge und der körpereigenen Produktion des sogenannten Wachstumshormons (HGH) oder auch Somatotropin. Dieses Hormon hat beim Menschen Einfluss auf die Fettverbrennung und Entstehung von Fettleibigkeit, welcher das Hormon entgegenwirkt. Gleichzeitig ist das Wachstumshormon aber auch zuständig für das entwicklungsgemäße Körperwachstum und daher unentbehrlich für die körperliche Entwicklung im Wachstumsprozess. Um seine Gesundheit zu schützen, sollten frische und naturbelassene Lebensmittel und ein geringer Anteil an Fertigprodukten im Vordergrund der täglichen Ernährung stehen.

Redaktion: Anja Baustian  

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