In stressigen Zeiten kommt man schnell aus dem vegetativen Gleichgewicht. Dafür sorgen zwei gegeneinander arbeitende Nervenstränge: Der Parasymphatikus, der die Drüsen antreibt und uns auf Verdauung polt, und der Symphatikus, der die Arbeit der Drüsen unterdrückt, den Blutdruck anhebt und uns auf Jagd polt. Solange beide gleichmäßig arbeiten, ist alles in Ordnung. Wir fühlen uns wohl und sind im vegetativen Gleichgewicht. Prüfungssituationen, Hektik am Arbeitsplatz, Ärger zu Hause oder in der Schule können können jedoch schnell dazu führen, dass einer der beiden Nervenstränge die Überhand gewinnt.
Wer in Stress-Situationen starken Speichelfluss, Magenübersäuerung, Übelkeit und „Schiss in der Hose“ hat und an heißen Sommertagen schon in den frühen Morgenstunden stöhnt „Herr Gott lass Abend werden“, bei dem arbeitet der Drüsennerv zu stark. Besser als alle Medizin hilft in diesen Situationen ein Teelöffel Butter, Öl oder Sahne. Besonders diejenigen, die leicht reisekrank werden, abends schlecht einschlafen können oder beim Zahnarzt stark speicheln, sollten vorher etwas Fettreiches essen. Ein Stückchen Käse oder Salami können Wunder wirken.
Wem dagegen „die Spucke wegbleibt“, wer auffällig oft zur Wasserflasche greift, unkontrolliert Süßigkeiten isst, Unmengen von Kaffee oder Cola trinkt, auf andere agressiv wirkt
und nachts regelmäßig zwischen 2 und 3 Uhr aufwacht, bei dem arbeitet der Jagdnerv zu stark. In solchen Spannungszuständen helfen kleinste Kohlenhydratmengen, ein Bonbon
oder ein Stück Würfelzucker, ein Schluck Saft, auch Kaffee, notfalls alle zwei Stunden. Alkohol hilft auch, wäre im Zwei -StundenRhythmus aber in anderer Beziehung nicht so gut. Probieren
Sie es aus, schon nach fünf Minuten speichelt es wieder.
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Und wenn diese Hausmittel nicht helfen, liegt ein ernsteres Problem vor. Dann gehen Sie am besten zum Doktor.
Redaktion: Dipl.troph. Marianne Reiß