Ernährungstherapien

Bei diesen Übersichten handelt es sich um Informationen zur Ernährung bei verschiedenen Krankheitsbildern mit zahlreichen Erläuterungen und Hinweisen auf weiterführende Informationen aus unserem Hause.

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) ist durch krankhafte Hyperaktivität gekennzeichnet. Zucker und Zusatzstoffe in Lebensmitteln können das Risiko fördern. Zur Unterstützung der herkömmlichen ADHS-Therapie werden seit einiger Zeit auch ernährungstherapeutische Maßnahmen ergriffen, um die Ausprägung der Krankheit zu minimieren. Nährstoffe übernehmen entscheidende Funktionen im Gehirnstoffwechsel, so dass deren gezielte Zufuhr bzw. Meidung bei einigen Patienten zur Besserung der Verhaltensauffälligkeiten führen kann.

Bei Übergewicht/ Adipositas zählen individuelle Strategien in der Ernährungstherapie. Keine kommerzielle Diät kann zu einem dauerhaften Gewichtsverlust führen. Bei der unüberschaubaren Menge von angebotenen „Diäten“ ist es für Betroffene schwierig zwischen sinnvollen und weniger sinnvollen Diätformen zu unterscheiden. Aus diesem Grund ist es wichtig, auf ärztliche Beratung oder Ernährungsberatung zurück zu greifen, damit die Ernährungsumstellung ernährungsphysiologisch ausgewogen durchgeführt wird. 

Bei der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung besteht die Ernährungstherapie aus einem mehrstufigen Ernährungsplan mit Einhaltung einer strikten Diät. Im ersten Schritt ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten, um systemische Komplikationen zu vermeiden. Bei milden Formen ist mit etwa 2-4 Litern pro 24 Stunden zu rechnen, bei schwerem Verlauf mit mehr als 10 Litern am Tag.

Die Ernährungstherapie bei arteriosklerotischen Gefäßveränderungen ist je nach Einzelfall eine Kombination aus kohlenhydrat- oder fettmodifizierter Kost. Die Ernährungsempfehlungen bei Arteriosklerose entsprechen dabei den generellen Empfehlungen für eine gesunde Ernährung. Vereinzelt können bestimmte Maßnahmen eine Weiterentwicklung der Erkrankung verlangsamen. Dies betrifft insbesondere einzelne Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Gewichtsnormalisierung und Bewegung im Alltag.

Bei der chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung hat sich in der Ernährungstherapie das Prinzip der Leichten Vollkost bewährt. Die Ernährungsempfehlungen bei einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung zielen in erster Linie auf die Normalisierung und Stabilisierung des Körpergewichts sowie die Vermeidung von Nährstoffmängeln ab. Durch die orale Zufuhr von Pankreasenzympräparaten kann im Falle einer Pankreasinsuffizienz eine annähernd normale Verdauung gewährleistet werden.

Das Chronische Nierenversagen erfordert v.a. eine phosphatarme Kost, wobei zusätzlich auf eine eventuell notwendige Salz- und Kaliumreduktion zu achten ist. Die Abnahme der renalen Ausscheidungsfunktion erfordert vom Patienten eine Diät, die einerseits die Zufuhr und Bildung harnpflichtiger Substanzen minimiert, andererseits aber eine ausreichende Bedarfsdeckung an Energie und hochwertigem Eiweiß gewährleistet. Die diätetischen Empfehlungen sollten auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten Rücksicht nehmen

Ziel der Ernährungstherapie bei Colitis ulzerosa ist der Erhalten der Remissionsphase und das Verhindern einer Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen. Bei einer aktiven Colitis ulzerosa kann es, in Abhängigkeit vom Schweregrad der Erkrankung, zu einer Mal-nutrition (Unterversorgung mit Nährstoffen) kommen. Diese ist oftmals allerdings geringer ausgeprägt als bei einem Morbus Crohn, da der Dickdarm bei der Verdauung und Absorption von Nährstoffen eine weit geringere Rolle spielt. 

Bei Diabetes mellitus empfiehlt sich in aller Regel eine Kombination aus einer kohlenhydrat- und fettmodifizierten Ernährungsweise, v.a. mit wenig Zucker. Die Ernährungstherapie ist ein wichtiger Pfeiler bei der Behandlung des Typ-2-Diabetes. Aufgrund der engen Beziehung zwischen Übergewicht und Diabetesentwicklung liegt ein Hauptaugenmerk auf der Reduktion, Normalisierung bzw. Stabilisierung des Gewichts. Verschiedene wissenschaftliche Studien belegen den positiven Effekt einer Gewichtsabnahme auf das Risiko sowie den Krankheitsverlauf. 

Das Wichtigste in der Ernährungstherapie bei akutem und chronischem Durchfall ist ein Ausgleich mit Wasser und lebensnotwendigen Elektrolyten. Mittel- bis langfristig ist eine Umstellung auf eine sehr nährstoffreiche und ballaststoffreiche Ernährung empfehlenswert. Zunächst sollten laktose- sowie fettarme Eiweiße, nahrungsfaserarme Kohlenhydrate und gut verträgliche Fette in den Speiseplan eingebaut werden. Auch psychische Faktoren sowie der individuelle Lebensstil spielen in der Prävention und Therapie eine große Rolle. 

Damit sich die Divertikel im Darm nicht entzünden, bedarf es Divertikulose/ Divertikulitis einer Zucker- und Zusatzstoff-armen, Ballaststoff-reichen Kost. Der Einfluss der Ernährung auf die Divertikelentstehung und vor allem auf das Auftreten von Komplikationen wirft noch viele Fragen auf. Obwohl die Wissenschaft in den letzten Jahren einige neue Erkenntnisse gewinnen konnte, gibt es bislang nur wenige Indizien, ob und wie sich einzelne Ernährungsfaktoren auf das Divertikulitisrisiko auswirken.

In der Ernährungstherapie bei Dysphagie steht die Sicherstellung der Versorgung mit lebensnotwendigen Nährstoffen und Energie im Vordergrund. In der Versorgung der Dysphagiepatienten sind die Sicherstellung der Versorgung mit Nährstoffen und Energie sowie der optimale Schutz der tiefen Atemwege, unter Berücksichtigung der größtmöglichen Lebensqualität, das wichtigste Ziel. Zum Training und Erhalt des Schluckreflexes sind ergotherapeutische und logopädische Maßnahmen notwendig.

Bei Epilepsie steht die Abschwächung von Häufigkeit und Intensität der Krampfanfälle mit dem Austesten einer ketogenen Ernährung an oberster Stelle. Wesentliches Ziel der Ernährungstherapie ist die Abschwächung auftretender Krampfanfälle. Dies ist jedoch nur bedingt erfolgreich. Welche Mechanismen dafür verantwortlich sind, dass die Ernährungstherapie die Anzahl der Anfälle verringert, ist unbekannt. Die Umstellung auf eine ketogene Ernährung ist eine große Veränderung und bedarf daher sorgfältiger Planung.

Bei einer Fettleber zielt die Ernährung je nach Ursache auf eine Alkohol-Karenz, den Verzicht von Fruktose und/ oder eine modifizierte Kohlenhydratzufuhr. Liegt der Fettleber ein fortdauernder übermäßiger Alkoholkonsum zugrunde, ist mindestens für die Dauer der Therapie auf Alkohol zu verzichten. Auch im Anschluss empfiehlt sich ein eher sparsamer Konsum. Oftmals ist dies jedoch schwer umsetzbar, da bei vielen Patienten bereits eine Abhängigkeit besteht.

Hohe Cholesterinwerte bzw. Fettstoffwechselstörungen bedürfen einer individuellen fett- und/ oder kohlenhydratmodifizierten Ernährungsweise. Allgemeingültige Ernährungsempfehlungen lassen sich für Fettstoffwechselstörungen nicht aussprechen, da die einzelnen Nährstoffe je nach zugrundeliegender Ursache die Krankheit unterschiedlich beeinflussen. Das Augenmerk der Therapie bei sekundären Dyslipidämien liegt auf der Behandlung der ursächlichen Erkrankung.

Fruktose kommt in Obst und in Form verschiedener Zusätze in verarbeiteten Lebensmitteln vor, die bei Fruchtzuckerunverträglichkeit zu meiden sind. Fruchtzucker ist besonders in Früchten enthalten. Obst, aber auch einige Gemüsesorten sind fruktosereich und sollten nur soweit konsumiert werden, wie es die individuelle Verträglichkeit zulässt. Auch auf Produkte mit Fruchtzusatz wie beispielsweise Fruchtjoghurt oder Früchtetees muss geachtet werden.

Bei Verdacht auf Gallensteine empfiehlt sich je nach Ursache eine individuell zucker- und/ oder fettreduzierte Kost mit bedarfsdeckender Energiezufuhr. Es scheint unbestreitbar, dass die sogenannte westliche Ernährungsweise einen großen Einfluss auf die Entstehung von Gallensteinen ausübt. Diese ist pauschal betrachtet durch eine hohe Energie-, Fett- und Zuckerzufuhr sowie einen niedrigen Ballaststoffgehalt gekennzeichnet. Die Vermutung liegt daher nahe, dass sich Änderungen dieser Faktoren auch positiv auf das Gallensteinrisiko auswirken.

Bei akuter und chronischer Gastritis zielt die Ernährungstherapie v.a. auf mild gewürzte, säurearme Mahlzeiten mehrmals am Tag sowie auf Alkoholverzicht. Eine spezielle „Magendiät“ gibt es nicht, da die Verträglichkeit verschiedener Lebensmittel von Patient zu Patient unterschiedlich ist. Als allgemeingültige Ernährungsempfehlung kann eine leichte Vollkost verordnet werden, wobei lediglich individuell unverträgliche Speisen vermieden werden sollten. Vorsicht bei beschwerde-auslösenden Lebensmitteln.

Die Histaminintoleranz/ Histaminose erfordert eine histaminarme Ernährung sowie eine geringe Zufuhr an Histamin-freisetzenden Lebensmitteln (Liberatoren). Das Führen eines Symptomtagebuchs und eine Ernährungsberatung haben sich bei vielen Patienten als sinnvoll erwiesen. Hier kann bei einer Histaminintoleranz durch Einhalten einer histaminarmen Diät eine deutliche Reduktion oder ein Wiederauftreten der Symptome bei Diätfehlern dokumentiert werden. Ist eine HIT diagnostiziert, sollten histaminreiche Lebensmittel streng gemieden werden.

Bluthochdruck verlangt je nach Ursache eine individuell kalorien-angepasste, Kohlenhydrat- und fettmodifizierte Ernährung sowie selten eine Salzreduktion. Die Modifikation von Lebensstilfaktoren ist die Basistherapie für jeden Hochdruckpatienten. Allein durch das Ausschöpfen der im folgenden subsumierten Maßnahmen lassen sich 25% der leichten Hypertonien (Schweregrad 1) normalisieren. Eine Veränderung des Lebensstils betrifft alle Hochdruckpatienten in den Phasen vor Beginn einer medikamentösen Therapie und auch während der blutdrucksenkenden Medikation.

Hyperurikämie bzw. Gicht verlangen eine in Abhängigkeit der Höhe der Harnsäurewerte eine purinarme oder streng purinarme Kost mit viel Flüssigkeit. Das Ziel der Langzeittherapie ist eine dauerhafte Senkung des Harnsäurebestandes im Körper, um einerseits erneute akute Anfälle zu vermeiden bzw. die Langzeitschäden einer chronischen Gichterkrankung einzuschränken. Die Ernährungstherapie gilt dabei als Basis der Behandlung, da diese auch ohne medikamentöse Behandlung die Harnsäurekonzentration bereits zu senken vermag.

Die Schilddrüsenunterfunktion lässt sich je nach medikamentöser Einstellung mit einer Soja-armen sowie Vitamin D-, Selen- und Iodreichen Kost unterstützen. Da es bei der Hypothyreose durch den eingeschränkten Stoffwechsel und den verminderten Grundumsatz häufig zur Gewichtszunahme kommt, ist auf eine angepasste Kalorienzufuhr zu achten. Die Auswahl von Nahrungsmitteln mit hoher Nährstoffdichte ist besonders wichtig,  um den Körper dennoch ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen.

Die Ernährungstherapie bei Karies zielt auf eine Zucker-arme Ernährung mit einer ausreichenden Zufuhr an Kalzium und Fluorid. Zunächst ist es vorteilhaft, wenige Mahlzeiten über den Tag verteilt zu essen. Denn jede Mahlzeit führt zu einem Abfall des pH-Wertes im Mund. Dieser liegt normalerweise im neutralen Bereich bei 7,1. Unter 5,7 beginnt die Demineralisierung des Zahnschmelzes. Viele Zwischenmahlzeiten führen dazu, dass der pH-Wert oft in Bereiche um 5 oder darunter abfällt. 

Krebserkrankungen erfordern eine individuelle energiereiche, kohlenhydrat- und fettmodifizierte, gut verträgliche Kost mit natürlichen Lebensmitteln. Die Ernährung bei Krebs berücksichtigt einerseits den veränderten Energiestoffwechsel der Krebszellen, als auch die veränderten Bedürfnisse des Krebspatienten. Besonders metastasierende Krebszellen stellen ihren Stoffwechsel aufgrund von Sauerstoffmangel und genetischen Veränderungen auf Zuckervergärung um und beziehen im Gegensatz zu gesunden Zellen ihre Energie ausschließlich aus Glukose.

Die Ernährung beim Kurzdarmsyndrom erfolgt je nach Operationsgrad mit einer parenterale Ernährung, der sich ein stufenweiser Kostaufbau anschließt. Bei einer umfassenden Dünndarmresektion ist eine parenterale Ernährung nötig, da mit oraler Ernährung nicht genügend Nährstoffe resorbiert werden können. Zur Verbesserung des übrig gebliebenen Dünndarms ist die Einnahme einer kohlenhydratreichen Diät mit L-Glutamin und Wachstumshormonen günstig. 

Laktose bzw. Milchzucker wird heute vielfältig als Zutat in verarbeiteten Lebensmitteln eingesetzt, die bei einer Laktoseunverträglichkeit zu meiden sind. Milch und Milchprodukte lösen bei laktoseintoleranten Personen Beschwerden aus und sind daher nur begrenzt zu verzehren. Da diese jedoch wichtige Kalziumquellen darstellen, sollte wenn möglich nicht völlig darauf verzichtet werden. Die meisten Betroffenen tolerieren kleine Mengen an Laktose (Milchzucker), so dass deren Zufuhr lediglich eingeschränkt werden muss.

Die Ernährungstherapie beim Metabolischen Syndrom besteht aus einer kohlenhydrat- und oder fettmodifizierten Kost mit festen, selbst zubereiteten Speisen. Zur Behandlung der Insulinresistenz, die dem Metabolischen Syndrom zugrunde liegt, hat eine Entlastung der Insulinproduktion mit der Folge einer gesteigerten Insulinempfindlichkeit an den Zellen und eine verbesserte Glukoseverwertung, Priorität. Eine sinnvolle Ernährungsmodifikation schließt im Wesentlichen die zentralen Lebensstilgewohnheiten ein.

Morbus Bechterew zählt zum rheumatischen Formenkreis und bedarf einer arachidonsäure-armen Ernährung, reich an Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren. Studien konnten zeigen, dass sich eine Fastenkur positiv auf den akuten Rheumaschub auswirken kann. Das wird mit dem durch Nahrungsverzicht verminderten Arachidonsäurepool im Körper begründet. Fasten ist jedoch keine Ernährungsweise und kann bei Rheumatikern mit vorliegender Mangel- oder Fehlernährung diese noch zusätzlich verstärken. 

Die Ernährungstherapie bei Morbus Crohn unterscheidet sich nach Remissionsphase, aktuem Schub sowie aufgetretenen Komplikationen. Da die genaue Ätiologie nach wie vor schleierhaft ist, gibt es momentan keine Ernährungsempfehlungen, die direkt an den Krankheitsursachen ansetzen. Die Ernährungstherapie konzentriert sich daher in erster Linie auf die Gewährleistung einer ausreichenden Nährstoffversorgung, auf die Reduktion von Beschwerden sowie auf die Minimierung von Neben- bzw. Wechselwirkungen der Medikation.

Multiple Sklerose bedarf einer arachidonsäure-armen Kost aus vorwiegend natürlichen Nahrungsmitteln mit einem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Obwohl MS-Patienten häufiger spezielle Diätformen angeraten werden, existiert keine wissenschaftlich fundierte MS-Diät. Vermutungen, wonach bestimmte Ernährungsweisen an der Entstehung und Entwicklung der Multiplen Sklerose beteiligt sind, konnten bislang nicht bestätigt werden. Folglich fehlen derzeit die wissenschaftlichen Grundlagen, um eine gezielt wirkende Diät zu konzipieren.

Bei Neurodermitis treten individuelle Unverträglichkeiten gegen Lebensmittel auf, wobei eine eine zusatzstoff-arme Ernährung Schüben vorbeugen kann. Eine allgemeingültige Ernährungstherapie, die jedem Neurodermitiker hilft, gibt es nicht, da jeder Betroffene unterschiedlich reagiert. Zwar gibt es sowohl in Ratgebern wie auch im Internet zahlreiche Ernährungstipps. Wissenschaftliche Belege für deren Wirkung fehlen jedoch meist. 

Bei akuter und chronischer Verstopfung ist eine ballastoffreiche Kost mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr und regelmäßiger Bewegung angezeigt. Eine erfolgreiche Therapie ist nur möglich, wenn die zugrundeliegende Ursache bekannt ist. Gerade Darmverengungen, anorektale Fehlbildungen oder nervale Störungen sprechen kaum auf diätetische Maßnahmen an. Bevor dem Patienten folglich wahllos Empfehlungen unterbreitet werden, ist zunächst zu überprüfen, ob tatsächlich Ernährungsfehler vorliegen. Hierzu eignet sich vorzugsweise ein Ernährungstagebuch über mindestens 7 Tage, in dem zusätzlich Angaben zu Beschwerden und zum Stuhlverhalten notiert werden. Gleichzeitig sollten sämtliche Medikamente erfasst werden, die der Patient einnimmt, um mögliche obstipationsfördernde Wirkstoffe zu identifizieren.

Knochenschwund lässt sich nicht heilen, sondern nur durch eine Kalzium- und Vitamin D-reiche Kost mit Spurenelementen sowie viel Bewegung hinauszögern. Eine spezielle Osteoporosediät als solche gibt es nicht. Prinzipiell orientieren sich die Ernährungsempfehlungen an denen einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Spezielle Faktoren können den Verlauf der Erkrankung jedoch beeinflussen. Hierzu zählen vor allem Gemüse, Getränke, Milchprodukte, Obst sowie Fruchtsäfte, Nüsse und diverse Kalziumräuber.

Die Ernährungstherapie bei der Refluxkrankheit gestaltet sich in Abhängigkeit der individuellen Verträglichkeit einzelner Speisen, die nicht zusätzlich reizen. Es gilz, symptomauslösende bzw. -verstärkende Nahrungsfaktoren zu identifizieren, den Muskeltonus des Speiseröhren-Schließmuskels zu erhöhen, das Auftretens von Obstipation und Meteorismus zu vermeiden und vorhandenes Übergewicht abzubauen. Auch die anderen Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Bewegung und den Alkoholkonsum gilt es zu überprüfen.

Das Reizdarmsyndrom erfordert eine gut verträgliche Kost, arm an entzündungsfördernden, reich an entzündungshemmenden Substanzen in Lebensmitteln. Da über die Ursachen und pathologischen Hintergründe des Reizdarmsyndroms nur wenig bekannt ist, ist es schwer abzuschätzen, inwiefern Ernährungsfaktoren ursächlich an der Symptomatik beteiligt sind oder diese lediglich verstärken. Die gesamte Therapie konzentriert sich daher in erster Linie auf die Behandlung und Minimierung der Symptome.

Die Ernährungstherapie der Rheumatoiden Arthritis zielt auf eine Kost mit entzündungshemmenden Inhaltsstoffen wie Omega-3-Fettsäuren. Die Ernährungstherapie stellt einen wichtigen Punkt der Behandlung dar, da es sowohl aufgrund der Erkrankung selbst als auch infolge der Langzeitmedikation zur Unterversorgung an Nährstoffen kommen kann. Zudem kann eine geeignete Lebensmittelwahl mit besonderem Augenmerk auf die Fettsäurezusammensetzung in vielen Fällen die entzündungsmindernde Wirkung von Medikamenten und anderen Schmerztherapien unterstützen.

Bei einer Zöliakie ist eine glutenfreie Ernährung lebenslang und konsequent durchzuführen. Gluten ist das Klebereiweiß des Weizens, ebenso sind entsprechende Eiweiße in anderen Mehlgetreidesorten wie zu meiden. Unverträglich sind dabei die sogenannten Prolamine (Gliadin im Weizen, Secalin im Roggen, Hordein in der Gerste und teilweise Avenin im Hafer). Erlaubt sind hingegen Hirse-, Reis-, Mais- und Kartoffelmehl. Diese Diät sollte nie vor einer sicheren Diagnose begonnen werden, da ansonsten die Antikörpertests nicht sicher verwertbar sind.


Bürozeiten:
Montag, Dienstag, Donnerstag: 10-13 Uhr und 15-18 Uhr: 06173/9669592
Besser erreichen Sie uns per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
 


 


 icon initiative transparente zivilgesellschaft